6 platzsparende Gemüsesorten zum Selbstanbau

6 platzsparende Gemüsesorten zum Selbstanbau
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  • Beitrag veröffentlicht:31/08/2020
  • Beitrags-Kategorie:Pflanzen
  • Lesedauer:5 Minuten zum Lesen

Platzsparender Gemüseanbau – ein großes Thema für kleine Wohnungen. Gerade für uns Studenten und allgemeine Stadtbewohner halten sich die Anbaumöglichkeiten mangels Platz doch oft in Grenzen. Um dennoch nicht auf ein paar Eigengewächse verzichten zu müssen, rücken platzsparende Gemüsesorten in den Fokus. Das Ziel ist der Anbau in den eigenen 4 Wänden oder auf dem Balkon.

Dieser Blogartikel bringt dir deshalb 6 effiziente Gemüsesorten, die sich ideal in dein städtisches Farming-Projekt integrieren lassen. Alles, was du am Anfang an Platz brauchst, ist ein Fenstersims.

1. Kräuter

Kräuter sind selbstverständlich das Must-Have in jedem städtischen Home-Garten. Sie sind leicht zu ziehen, passen auf die Fensterbank und sind so beim Kochen stets in Reichweite.

Die gängigsten Kräutersorten sind Basilikum, Petersilie, Minze, Schnittlauch und mediterrane Kräuter wie Rosmarin und Salbei. Achte bei deiner Kräuter-WG jedoch darauf, dass du jede Sorte in einen eigenen Topf pflanzt, da die Anforderungen an das Gießen von Pflanze zu Pflanze variieren können. Des Weiteren sind auch Wachstumsgeschwindigkeit und demzufolge der Platzbedarf sehr individuell – die Minze wird beispielsweise schon bald die Oberhand gewinnen.

Für alle, die ihren Kräutergarten in der Küche etwas stylischer gestalten möchten, gibt es kleine Indoor-Gartensysteme, die wir uns in diesem separaten Blogartikel einmal ein bisschen näher angeschaut haben.

2. Microgreens

Ja, auch in diesem Zusammenhang darf unser aktuelles Lieblingsthema natürlich nicht fehlen. Microgreens, oder auch Pflanzensprösslinge, sind nicht nur vollgepackt mit Vitaminen, sondern auch extrem platzsparend. Selbstverständlich kannst du die Behältergröße je nach Platz selbst bestimmen, neben herkömmlichen Tabletts und Töpfen können wir hierfür auch die Grow-Grow Nut sehr empfehlen.

Bepflanzen kannst du die Töpfe oder Aufzuchtschalen natürlich mit allen Sprösslingen. Wir empfehlen aber gerade zu Beginn, mit pflegeleichten Pflanzen wie Radischen, Erbsen und Sonnenblumen (ja, auch die kann man essen) zu starten. Ein- bis zweimal Gießen sollte pro Tag ausreichen, und du wirst schon nach wenigen Tagen erste Erfolge verzeichnen können.

Wer mehr über Microgreens und ihre Vorteile erfahren möchte, kann gerne in die separaten Blogartikel reinschauen.

3. Bohnen

Stangenbohnen sprießen vertikal in die Höhe und nehmen so nur wenig Platz ein. Die sehr ertragreichen Kletterpflanzen wachsen zudem über den Sommer konstant nach, wodurch eine einmalige jährliche Aussaat genügt.

Ihre optische Schönheit ist ein weiterer absoluter Pluspunkt, denn so können sie problemlos an Balkongeländern und Zäunen wachsen und gedeihen. Wenn du also nicht nur Lebensmittel produzieren, sondern auch noch einen “schönen” Nebeneffekt haben willst, sind Bohnen genau dein Gemüse.

4. Pflücksalate

Wie bitte, Salate sollen platzsparend sein? Nun, auf den ersten Blick nicht, aber lass mich das kurz erklären.

Insbesondere Pflücksalate haben die praktische Angewohnheit, nach dem Pflücken einiger Blätter einfach wieder nachzuwachsen. Hierdurch werden sie auf beschränktem Raum zu sehr effizienten und langlebigen Vitaminlieferanten, die auch ganzjährig in der Wohnung angepflanzt werden können.

Idealerweise beginnst du allerdings im Februar drinnen mit der Aussaat und bringst sie nach dem letzten Frost nach draußen, egal ob in Containern auf den Balkon oder direkt ins eigene Beet.

5. Mangold

Auch Mangold ist ein Blattgemüse, das neben zahlreichen gesundheitlichen Vorteilen auch noch sehr platzsparend angebaut werden kann.

Nicht nur wachsen wie beim Pflücksalat nach dem Entfernen einiger Teile noch mehr Blätter nach, es verhält sich in seinem Wachstumsverhalten auch ähnlich zu Unkraut. Hierdurch gedeiht es prächtig auf engstem Raum und kann schon bald für Eintöpfe, Suppen oder Salate verwendet werden.

6. Radieschen

Sie gehören zwar zu den kleinsten Gemüsesorten, ihr Geschmack ist dennoch sehr herzhaft und intensiv – Radieschen.

Bei einer durchschnittlichen Wachstumszeit von nur maximal 4 Wochen gehören sie zu den ertragreichsten Gemüsesorten. Daher musst du auch bei dieser Pflanze keine Unmengen anbauen, um eine konstante Versorgung sicherstellen zu können. Kalkuliere einfach deinen oder euren wöchentlichen “Radieschen-Verschleiß”. Darauf aufbauend pflanzt du die Samen in wöchentlichen Abständen in jeweils einen neuen Topf.

Das Gemüse eignet sich hervorragend als Snack für zwischendurch sowie für Eintöpfe und Salate.

Platzsparende Gemüsesorten: Zusätzliche Tipps

Wie du siehst, spielen beim platzsparenden Anbau verschiedenste Erfolgsfaktoren eine Rolle. Diese möchten wir zum Schluss noch einmal kurz zusammenfassen.

  • Sei kreativ
    Oftmals eröffnen sich bei genauerem Hinschauen Anbauflächen, die einem zuvor nie in den Sinn gekommen wären. Ein bisschen Kreativität gefällig? Schau dich auf unserer Seite um!
  • Achte auf die Pflanzengröße
    Sähe hauptsächlich kleinere, platzsparende Gemüsesorten: Bevorzuge Sprösslinge oder Babygemüse und verzichte auf sperrige Pflanzen.
  • Denke groß
    Pflanze vertikal wachsendes Gemüse wie Stangenbohnen an, um in die Höhe statt die Breite zu gehen und so jede Menge Platz zu sparen.
  • Bedenke die Wachstumszeit
    Schnell (nach-)wachsende Pflanzen sind effizientere Gemüselieferanten und eignen sich hierdurch insbesondere für einen platzsparenden Anbau.

Ich hoffe, wir konnten dir mit diesem Blogartikel zeigen, dass der Anbau eigener Lebensmittel auch in kleineren Wohnungen kein Problem ist. Ein Küchensims für Kräuter und Microgreens gibt es nahezu immer. Mit ein bisschen mehr Platz sind neben Bohnen auch Pflücksalate, Mangold und Radieschen drin.

Viel Spaß beim urban farmen!

Stephan

kümmert sich um die Eventorganisation, die Content Creation sowie das Corporate Design unserer Marken Refarm & MMB.

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