Platzsparender Gemüseanbau: 8 Tipps & Tricks

Platzsparender Gemüseanbau: 8 Tipps & Tricks
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  • Beitrag veröffentlicht:21/10/2020
  • Beitrags-Kategorie:Fläche
  • Lesedauer:6 Minuten zum Lesen

Eine kleine Gartenfläche kann schnell frustrierend sein. Wer das Gärtnern einmal angefangen hat, der will oftmals schon nach kurzer Zeit mehr. Mehr Platz soll her, denn immer mehr Gemüsesorten müssen ausprobiert werden. Was aber, wenn deine Wohnlage keine zusätzliche Anbaufläche zulässt? Was, wenn Miet Mein Beet noch nicht in deiner Stadt gelandet ist?

Dann muss in die Trickkiste gegriffen werden! Das Thema Urban Farming beschäftigt sich genau mit solchen Fragestellungen. Platzsparender Gemüseanbau ist insbesondere für eine kleine Gartenfläche essentiell. Je mehr wir uns mit platzsparenden Anbautipps beschäftigen, desto mehr Gefallen finden wir daran. Uns macht das Thema mittlerweile sogar so viel Spaß, dass sich die einstige Notsituation in eine Art Hobby umwandelt hat. Bei jedem Blick auf den Garten kommt jetzt die Frage auf, ob da nicht noch ein kleines bisschen mehr geht.

Wir freuen uns deshalb ganz besonders auf diesen Artikel. Hier erfährst du 8 unterschiedliche Tipps und Tricks, wie du aus minimalem Platz einen maximalen Ertrag rausholen kannst. Platzsparender Gemüseanbau ermöglicht es uns allen, den Traum vom eigenen Garten zu erfüllen.

1. Pflanze vertikal

Das Thema Vertical Farming ist in aller Munde. Doch hinter dem Begriff steckt mehr als der industrielle Anbau von Lebensmitteln. Vielmehr kann der Ansatz auch für das tägliche Gärtnern angewendet werden. Der Vorteil liegt auf der Hand: Statt in die Breite gehen vertikale Gärten in die Höhe.

Der Start muss alles andere als kompliziert sein. Pflanze einfach Klettergemüse wie Bohnen, Erbsen oder Gurken und lass sie sich an Wandvorrichtungen in die Höhe rangeln. Alternativ kannst du dir auch Steckplätze aus Paletten oder Ähnlichem basteln. Die DIY-Variante ist nicht nur platztechnisch eine tolle Alternative, sondern sieht auch ziemlich cool aus.

2. Achte auf den Boden

Das versteht sich wohl von selbst. Wo nix ist, kann auch nix wachsen – logisch. Achte deshalb auf einen nährstoffreichen Boden und kaufe nicht unbedingt die billigste Blumenerde. Die richtige Wahl hängt aber natürlich stets von deinen Pflanzen ab.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Düngen. Wenn du noch nie etwas von Starkzehrern, Mittelzehrern und Schwachzehrern gehört hast, solltest du dich einmal damit beschäftigen. Generell zielt Düngen darauf ab, den bereits benutzten Boden wieder mit Nährstoffen aufzufüllen. Je stärker die Pflanze “zehrt”, desto mehr Nährstoffe benötigt sie. Nur wenn du bei jeder Pflanze eine optimale Versorgung (bitte auch keine Überdüngung!) sicherstellst, können Pflanzen auch auf kleinstem Raum prächtig gedeihen.

3. Verwende kleine Pflanzen

Kaum zu glauben, aber wahr – kleine Pflanzen brauchen wenig Platz. Wenn immer es also geht, verzichte auf sperrige Gemüsesorten. Viel spannender? Kräuter und Microgreens!

Tatsächlich lassen sich platzsparende Sorten wie Basilikum und Petersilie schon fast in jedem Haushalt finden. Doch auch Microgreens erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Diese sind klein und bereits nach ca. einer Woche erntereif – eine echte Alternative also auch für die Ein-Zimmer-Wohnung in der Stadtmitte. Mehr über das Thema findest du in diesem Blogartikel.

4. Bedenke die Wachstumszeit

Wenn es dann doch einmal große Pflanzen sein müssen, achte auf den Ernteertrag. Wächst die Pflanze konstant nach? Wenn ja, wie lang dauert es bis zur erneuten Ernte?

Diese Fragen können dir helfen, das optimale Gemüse für deinen verfügbaren Platz zu finden. Selbstverständlich sind äußerst ertragreiche Pflanzen zu wählen, da diese den verfügbaren Platz am effizientesten ausnutzen können. Beispiele hierfür sind Pflücksalate, Mangold und Radieschen. Mehr Infos zum Thema findest du in diesem Blogartikel.

5. Nutze High Density Gardening

Beim High Density Gardening wird möglichst viel Gemüse auf eine verfügbare Fläche gequetscht. Wie der Name schon sagt, geht es dabei um die optimale Platzierung der Samen oder Jungpflanzen.

Viele Verpackungsanleitungen geben dir den Abstand für das Saatgut vor. Beachte allerdings, dass hier oftmals der Durchmesser angegeben ist. Logisch, aber oftmals übersehen: für die Aussaat ist lediglich der Radius relevant. Teile deshalb den Durchmesser nochmal durch zwei und du erhältst den optimalen Abstand. Hintergrund: Die Pflanze befindet sich ja in der Mitte, benötigt deshalb links und rechts nur jeweils die Hälfte des Durchmessers.

6. Pflanze sukzessiv

Planung ist das A und O, wenn du deine vorhandenen Flächen optimal nutzen möchtest. Je weniger Zeit zwischen Ernte und erneuter Aussaat verstreicht, desto mehr kannst du über das Jahr gesehen anbauen. Lerne hierzu deine Gemüsesorten besser kennen und informiere dich über die Vorzüchtungs- und Wachstumszeit.

Durch eine effiziente Gartenbepflanzung benötigst du auch nur das absolute Minimum an Platz. Fazit: Stimme deinen Anbau- und Ernterhythmus aufeinander ab. Dies hält ganz nebenbei auch noch den Boden produktiv – was sich ebenfalls positiv auf die Wachstumszeit auswirkt!

7. Pflanze in Containern

Nicht immer schön, aber praktisch. Das Bepflanzen von Container, Jutebeuteln oder Säcken hat gleich mehrere Vorteile.

Zum einen können Gemüsesorten wie Kartoffeln aufgrund der günstigen Wärmeverteilung oftmals besser wachsen. Zum anderen bist du mit deinem Platz deutlich flexibler. Dies ermöglicht es dir, auch die letzte Ecke deines Balkons auszunutzen und einen passenden Behälter zu bepflanzen.

8. Nutze den vollen Platz

Last but not least: Eine Kombination aus den Punkten 3 und 5. Zugegeben, die Blätter von Pflanzen wie Tomaten oder Gurken benötigen viel Platz. Diesen kannst du aber immer noch gewinnbringend nutzen!

Wie? Indem man genau dort kleinere, unkomplizierte Kräuter- und Gemüsesorten platziert. Radieschen, Kopfsalat und Basilikum werden dir den schattigen Platz unter den Blättern der großen Nachbarn sogar danken!

Fazit: Platzsparender Gemüseanbau

Klingt gut? Finden wir auch! Je mehr du über deinen Garten und deine Gemüsesorten erfährst, desto besser kannst du deinen vorhandenen Platz dafür nutzen. Zuerst solltest du dir immer im Klaren darüber sein, welche Fläche du zum Gärtnern nutzen möchtest. Denke hierfür auch an die vertikale Achse sowie die Benutzung von Containern.

Im Anschluss geht es an die Planung der Gemüsesorten. Was wächst wann, wie schnell und groß? Stimme im Anschluss einzelne Pflanzen auf einander ab, sei es bei der Aussaat oder beim Ernterhythmus. Sorge zu guter Letzt für optimale Umweltbedingungen wie den richtigen Nährstoffgehalt im Boden und die idealen Lichtverhältnisse.

Platzsparender Gemüseanbau wird sich für dich schon bald zu einer Art Spiel entwickeln. Du entdeckst immer öfters neue Anbauflächen, die dir zuvor nie aufgefallen wären. Viel Spaß beim sparen!

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Quellen:

(1) https://www.youtube.com/watch?v=6oy7w_Gkdpc
(2) https://www.gartenjournal.net/gemuesegarten-duengen
(3) https://www.youtube.com/watch?v=L1_Nz8AdTW0
(4) https://russellnursery.com/seven-ways-to-grow-more-food-in-less-space/


Stephan

kümmert sich um die Eventorganisation, die Content Creation sowie das Corporate Design unserer Marken Refarm & MMB.

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