Urban Farmer #1: Spicy Moustache

Urban Farmer #1: Spicy Moustache

– for english version see below –

Hey liebe Community!

Mein Name ist Alessandro und ich bin 29 Jahre alt. Ursprünglich komme ich aus Norditalien, vor 6 Jahren zog ich allerdings nach London. Meine Leidenschaft? Tattoos und Gärtnern! Aktuell leite ich daher mein eigenes Tattoo-Studio und habe meinen eigenen Garten mitten in der Stadt.

Meine Geschichte

Mein Großvater inspirierte mich dazu, mit dem Gärtnern als Hobby zu beginnen. Er brachte mir alles bei, was er über unseren Boden und die verschiedenen Arten der Gartenarbeit wusste. Er glaubte daran, in Zusammenarbeit mit der Natur zu gärtnern, statt chemische Mittel zu verwenden. Der Umzug mit meiner Freundin nach London gab mir einen zusätzlichen Anstoß, einen Bereich zu schaffen, in dem Boden und Lebewesen koexistieren können. Zudem bekommt man hier ein echtes Gefühl von Natur, was enorm beim Abschalten vom stressigen Alltag hilft.

Ich habe angefangen, meine eigenen Lebensmittel anzubauen, da ich mich schon immer in die Natur verliebt und leidenschaftlich für sie begeistert habe, was in dieser modernen Gesellschaft leider ein wenig fehlt. Ich möchte die Massenproduktion von Lebensmitteln durch große Unternehmen mit chemischen Düngemitteln und Pestiziden, die die natürliche Artenvielfalt verändern und die Umwelt schädigen, nicht unterstützen.

Meine kleine Stadtfarm

Mein eigener Garten in London

Daher baue ich nun auf einer Fläche von 8×5 Metern selber an. Es ist mir gelungen, den Ernteertrag zu maximieren, indem ich Vertical Gardening und jeden verfügbaren Platz in meinem Stadtgarten nutzte. Meine Freundin und ich können so eine ganze Saison lang auf Obst und Gemüse aus dem Laden verzichten.

Was ich anbaue

In meinem Gewächshaus

Viele meiner Obst- und Gemüsesorten werden in Hochbeeten oder Töpfen angebaut: Erdbeeren, Himbeeren, Stachelbeeren, Karotten, Kartoffeln, Tomaten, Auberginen, Zucchini, Tomatillo, verschiedene Arten von Chili, Rote Bete, Pastinake, Sellerie, Bohnen, essbare Blumen, viele Kräuter, Lauch, Zwiebeln, Knoblauch, Kürbis und Paprika.

Meine Tipps & Tricks

Organisches Gärtnern ist mir SEHR wichtig

Mir ist es wichtig, einen gesunden Boden zu erhalten und ein gutes Netz von Mikroorganismen und Bakterien aufzubauen. Daher verwende ich die Direktsaat. Hierdurch werden die Mikroaktivitäten in meinem Boden nicht gestört und die Zersetzung von Wurzeln aus früheren Kulturen gefördert. Letzteres dient dann als Nahrung für die nächsten Pflanzen.

Weiterhin fülle ich meine Hochbeete und die Erde mit organischem Kompost auf, den ich in meinem Stadtgarten produziere, und mulche die oberste Schicht, um den Boden zu schützen. Nebenbei sammle ich auch meine eigenen Mikroben in einigen verschiedenen Parks rund um London, um die Bakterienmenge in meinem Boden mit Hilfe der natürlichen Landwirtschaft von JADAM zu verbessern. Das ist eine koreanische Art der Gartenarbeit, die auf den Einsatz natürlicher Betriebsmittel mit dem, was in der Gegend zur Verfügung steht, spezialisiert ist. In meinem Garten wird nichts weggeworfen, sondern zu Pflanzensaft oder einem anderen Input für meinen Garten verarbeitet.

Brennnesseln aus dem örtlichen Park nutze ich zur Vorbeugung gegen Schädlinge. Hierzu fermentiere ich sie mit Knoblauch für mindestens 3 Wochen und verdünne diese Lösung mit Wasser. Im Anschluss besprühe ich damit meine Pflanzen.

Nebenbei haben wir auch verschiedene Blumen, die natürliche Gegner für Schädlinge wie Marienkäfer oder Florfliegen anziehen. Pflanzen wie die Kapuzinerkresse helfen direkt bei der Abwehr von Schädlingen.

Woher mein Saatgut kommt

Ich beziehe das meiste meines Saatguts durch Saatguttausch oder Online-Shopping von seriösen Unternehmen, die biologisches Saatgut produzieren. Chilisorten sind mein persönlicher Favorit, weshalb ich schon eine persönliche Sammlung von etwa 600 Sorten Chilisamen besitze. Ich teile alle meine Samen in Facebook-Gruppen oder auf Instagram und schaffe so einen interessanten Wettbewerb für Leute, die mir folgen.

Chilis, wohin das Auge reicht

Höhen und Tiefen des städtischen Gärtnerns

Die Gartenarbeit in London hat natürlich auch Nachteile, denn es kann gut sein, dass man innerhalb eines Jahres von einem Haus in ein anderes umziehen muss. So musste ich in den letzten 6 Jahren in 6 Häuser umziehen, was bedeutet, einen neuen Garten von Grund auf zu planen. Hinzu kommt, dass ich mein Glasgewächshaus ab- und wieder aufbauen und dabei Tonnen von Erde heben muss. Und dann war da noch das Problem mit dem Wasseranschluss. In meinem eigentlichen Garten hatte ich ein ganzes Jahr lang kein fließendes Wasser angeschlossen, so dass ich mindestens 8-10 Mal täglich zwei Wasserkanister mit je 10 L die Treppe hinauf und hinunter tragen musste.

Und ja, ich wollte trotzdem einen Garten, egal was passiert.

Youtube-Kanal & Gemeinschaftsgarten

Ich empfehle jedem immer wieder, sich einen Garten zu organisieren. Warum? Es ist einfach unglaublich befriedigend, wenn man seine eigenen Lebensmittel anbaut. Hinzu kommt die Tatsache, dass der Boden Kohlenstoff aus der Luft absorbieren und so Kohlenstoffemissionen erheblich reduzieren kann.

Ein Teil meiner Indoor Pflanzen

Daher habe ich einen YouTube-Kanal mit dem Ziel aufgezogen, Menschen beim Errichten so vieler Grünflächen wie möglich zu helfen. Zudem habe ich einen Gemeinschaftsgarten in meinem Vorgarten angelegt. Alle meine Nachbarn haben kostenlosen Zugang und können hier Gemüse und Kräuter für ihren täglichen Bedarf erhalten.

Mein Fazit zu Urban Farming

Städtische Hinterhöfe und Grünflächen tragen dazu bei, den Kohlenstoffausstoß in den Städten zu verringern, was wiederum die Luft sauberer und gesünder für die Bewohner macht, und auch der Aufenthalt im eigenen Grünen fördert die geistige Gesundheit und das Glück! Ich wünsche mir, dass ich eines Tages meine eigenen Kurse für Urban Gardening habe, in denen ich den Menschen beibringe, wie sie sich selbst mit Lebensmitteln versorgen können. Und wie wichtig es ist, die Umwelt für unsere zukünftigen Generationen zu erhalten und zu unterstützen.

Wenn Ihr herausfinden möchtet, was ich mache und lernen möchtet, wie man mit ökologischem Gärtnern beginnt, könnt Ihr gerne meine Kanäle besuchen:

Youtube: https://www.youtube.com/c/SpicyMoustache/videos
Instagram: https://www.instagram.com/_spicymoustache_
Website: www.spicymoustache.com

Frohes Urban Farmen!

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– english version –

Dear community!

My name is Alessandro and I’m 29. I come from North Italy and I moved to London, Uk roughly 6 years ago. I love tattoos since I was 12 years old and I work full time managing a big Tattoo studio in Central London. I’ve been gardening since I was a kid and I love the faces that people makes when they hear that I’m a Gardener.

My story

I got inspired to start gardening thanks to my Grandpa who thought me everything he knew about our living soil and the different ways of gardening without using chemical but instead cooperating with nature. Moving to London with my girlfriend gave me an extra push to create an area where soil and living creatures could coexist giving you a real sense of nature to disconnect from our daily routine.

I started growing my own food as I always felt in love and passionate for nature which feels a little lacking in this modern society and I don’t want to support mass production of food by big companies using chemical fertiliser and pesticides altering the natural biodiversity and damaging the environment.

My little city farm

My own garden in london

I’m based in London, United Kingdom and I grow in a space of just 8×5 meters. However, I managed to maximise the production of food by using vertical gardening and any space available in my Urban Garden supplying myself and my fiancé’ of enough food to avoid buying any fruit or vegetables from the shop for a whole season.

What I grow

In my greenhouse

I grow many kind of vegetable and fruit all in raised beds or pots like strawberry raspberry , gooseberry, carrot, potato, tomato, aubergine, courgette, tomatillo, different kind of chilli, beetroot, parsnip, celery, beans, edible flowers, many varieties of herbs, leeks, onions, garlic, pumpkin, sweet pepper, etc.

My tips & tricks

Organic gardening is VERY important to me

I use many different practices in order to maintain a healthy soil and build a good web of Microorganisms and Bacteria for my plants. I do “no till gardening” in order to not disturb the micro activities in my soil and promote the decomposition of roots from previous crops that will turn into food for the next plants. I top up my raised beds and soil with organic compost that I produce in my Urban Garden and Mulch the top layer to protect the soil. I also collect my own microbes in a few different parks around London to improve the amount of Bacteria in my soil by using JADAM natural farming. It’s a Korean way of gardening that suggests the use of natural inputs with what you have available in your area. Nothing goes to waste in my garden as if it’s not going to compost it will turn into FPJ (fermented plant juice) or in another input to use for my garden.

I also collect nettles from the local park and ferment them with Garlic for a minimus of 3 weeks. I dilute this solution with water and spray my plants since young seedling as preventive measure for pests. I also plant different flowers that attracts natural predators for pests like ladybirds or lacewings and I use plants to repel pests like nasturtiums.

Where do I get my seeds from?

I get most of my seeds from seed swapping or online shopping by reputable companies producing Organic seeds and every year I save most of my seeds. I love chilli varieties and I have a personal collection of roughly 600 varieties of chilli seeds. I share all my seeds on Facebook groups or Instagram creating engaging competition for people following me.

Chili everywhere

Ups and downs of urban gardening

Gardening in London has a few ups and downs as it’s really easy that you move from one house to another in a single year and I had to move to 6 houses over the past 6 years which means planning a new garden from scratches, dismantling and building my glass greenhouse, lifting tons of soil. In my actual garden I had a whole year without having running water connected to the garden so I had to carry up and down the stairs 2 water can of 10 L each at least 8-10 times a day. Yes, I still really wanted a Garden no matter what.

Youtube channel & community garden

I keep recommending to everyone about getting a Garden as growing your own stuff it’s incredibly satisfying. I created a YouTube channel as my main goal is to help people create as many green spaces as possible because soil can absorb carbon from the air, reducing carbon emissions. 

A part of my indoor plants

I also created a front Yard community Garden where all my neighbours can just access and collect free Organic vegetable and herbs for their daily use.

Urban farming – my conclusion

Urban backyards and green areas help reduce carbon emission levels in cities which in turn makes the air cleaner and healthier for its residents and also spending time in your own green area boosts your mental health and happiness! I wish one day to have my own classes of Urban Gardening, teaching people how to supply themselves with food and the importance of preserving and helping the environment for our future generations.

If you’d like to check out what I do and learn how to start Organic Gardening, here are my channels: 

Youtube: https://www.youtube.com/c/SpicyMoustache/videos
Instagram: https://www.instagram.com/_spicymoustache_
Website: www.spicymoustache.com

Happy Urban Farming!

Stephan

kümmert sich um die Eventorganisation, die Content Creation sowie das Corporate Design unserer Marken Refarm & MMB.

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